Frauen als „geile Bodenbeläge“? Nicht in dieser Stadt!

P R E S S E M I T T E I L U N G

Ein besonders krasser Fall frauenfeindlicher Werbung ist Anlass für eine Anfrage von Grünen-Stadträtin Lydia Dietrich: Bei dem Projekt „Förderzentrum Nymphenburg“ hat die Stadt den Auftrag für den Bodenbelag an eine Firma vergeben, die auf ihren Fahrzeugen und im Internet mit dem Spruch „Wir machen geile Bodenbeläge“ wirbt und dazu eine sich auf dem Boden räkelnde nackte Frau zeigt (http://www.holschbach-fussbodentechnik.de/ ). Die Werbung der aus dem Bergischen Land stammenden Firma wurde wegen ihres eindeutig sexistischen und Frauen herabwürdigenden Charakters bereits vor sechs Jahren vom Deutschen Werberat gerügt – leider ohne Erfolg.

Lydia Dietrich will nun wissen, ob die Vorgaben der Stadt zu sittenwidriger Werbung auch bei Vergaben eingehalten werden müssen und zu welchem Ergebnis die Prüfung bei diesem Auftrag geführt hat. Sie fragt außerdem, wie oft in den vergangenen zwei Jahren Werbung oder mögliche Auftragsnehmer wegen Sittenwidrigkeit abgelehnt wurden.

Lydia Dietrich: „Es kann nicht angehen, dass Baufirmen im städtischen Auftrag mit derart sexistischer Werbung durch die Stadt kurven und städtische Baustellen als Bildfläche für ihre menschenverachtendes Frauenbild nutzen. Dieser Fall zeigt, wie notwendig die Einrichtung einer „Werbewatchgroup“ durch die Stadt ist, die sich mit sexistischer Werbung auf städtischen Werbeflächen und bei Auftragsnehmern der Stadt befasst. Einen entsprechenden Antrag haben wir bereits vor zwei Jahren gestellt – wir bestehen darauf, dass er nun endlich – noch in diesem Jahr – behandelt wird!“