Pressemitteilung | 13.06.2023

1,5 Millionen zusätzlich für die Entschädigung von Missbrauchsopfern

Der Stadtrat wird den Soforthilfefonds für Menschen, die zwischen 1945 und ca. 1999 als Kinder und Jugendliche von der Stadt in Heimen, Pflege- und Adoptivfamilien untergebracht waren und dort Opfer von Missbrauch bzw. Missständen wurden, ein weiteres Mal erhöhen. Der Kinder- und Jugendhilfeausschuss billigte heute zusätzliche Mittel von 1,5 Mio. Euro für diesen Zweck. Der endgültige Beschluss obliegt der Vollversammlung des Stadtrats.

Notwendig wird diese Aufstockung, weil die von der Stadt beauftragte Kommission zur Aufarbeitung dieser Missstände seit Aufnahme ihrer Arbeit im letzten Sommer bereits 58 Anträge auf von Betroffenen auf Soforthilfe positiv beschieden und jeweils Summen zwischen 10.000 und 40.000 bewilligt hat. Damit sind die bisher  bewilligten 1,8 Mio. Euro fast aufgebracht und erweisen sich als unzureichend, denn weitere Anträge warten auf Bearbeitung.

Stadträtin Marion Lüttig: „Wir wollen die Menschen angemessen entschädigen, denen im Namen der Stadt schweres Unrecht widerfahren ist. Vor dieser Verantwortung darf der Stadtrat sich nicht wegducken. Es ist damit zu rechnen, dass noch viel mehr Menschen Anspruch auf eine Entschädigung haben als bisher bekannt ist. Ich begrüße daher, dass die Stadt zu diesem Zweck weitere Mittel bereitstellt.“